Digital Innovation Playbook · Evaluate-Methode
Evaluate - Test Grids
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Das Feedback-Raster für eure Prototyp-Tests: Was war gut, was war schlecht — und welche neuen Ideen und neuen Probleme hat der Test ans Licht gebracht?
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Wofür ist das?
Aus Tests kommen Eindrücke, Zitate und Beobachtungen. Damit daraus eine Entscheidung für die nächste Iteration wird, braucht ihr einen einfachen Bogen, auf dem alles landet. Das Test Grid ist dieser Bogen: ein Feedback-Raster nach dem Feedback Capture Grid der d.school Stanford, mit vier Feldern — gut, schlecht, neue Ideen, neue Probleme.
Die unteren beiden Felder sind kein Beiwerk. Ein Test zeigt immer auch, womit niemand gerechnet hat, und genau das ist oft das Wertvollste. Steht vorab fest, was der Prototyp leisten soll und was nicht, könnt ihr optional die Haben/Wollen-Matrix danebenlegen: behalten, erreichen, entfernen, vermeiden.
Was im Raster steht, tragt ihr danach aufs Board — in Value Proposition Score, User Experience und Preispunkt & Kaufbereitschaft.
Schritt für Schritt
- Hypothese aufschreiben. Jeder Prototyp prüft eine eigene Annahme. Sie steht fest, bevor die erste Testperson loslegt.
- Gut und schlecht mitschreiben. Oben links, was ankommt, oben rechts, woran es hakt. Notiert wird, was die Testperson tut und sagt — nicht, was ihr gern gehört hättet.
- Neue Ideen und neue Probleme festhalten. Unten links, was euch beim Zuschauen einfällt, unten rechts, welche Probleme vorher niemand auf dem Schirm hatte.
- Optional: Haben/Wollen-Matrix. Vor dem Test notieren, was der Prototyp auslösen soll und was auf keinen Fall. Das beobachtete Verhalten kommt danach in einer zweiten Farbe dazu.
- Auswerten. Was ergänzt ihr, was streicht ihr, was bleibt? Neue Probleme können auch die Hypothese selbst ins Wanken bringen.
- Aufs Board übertragen. Die Erkenntnisse fließen qualitativ in die Desirability-Felder. Nützlich werden sie im Vergleich mehrerer Ideen.
Worauf du achten solltest
Nur das Gute notieren. Wer den eigenen Prototyp schönsieht, verschenkt die Hälfte des Rasters.
Das Raster ohne Hypothese füllen. Ohne vorher formulierte Annahme trägt jede*r ein, was sie oder er im Test gerne gesehen hätte.
Prozesssicherheit über Offenheit stellen. Ein starres Raster blendet aus, wohin euch die Nutzer*innen führen. Genau dafür gibt es die Felder für neue Ideen und neue Probleme.
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