Never permit shortcuts
Gesten als Short-Cut: Durch Gesten kann man Zustimmung und Ablehnung kommunizieren. So wird oft ein Konsens sichtbar und eine Diskussion hinfällig.
Für Agenten in feindlichen Firmen.Handbuch zur Sabotage von Organisationen.
Regel 1: Never permit shortcutsRegel 2: Make speechesRegel 3: Refer to committeesRegel 4: Bring up irrelevant issuesRegel 5: Haggle over precise wordingsRegel 6: Re-open questions from previous meetingsRegel 7: Advocate cautionRegel 8: Decision lies in jurisdiction of this meeting?
Klick auf eine markierte Regel: So machen wir es besser.
Hand aufs Herz: Wie viele Meetings in der letzten Woche waren wirklich produktiv? Eben. Kennen wir auch.
Auf der Suche nach besseren Meetingformaten haben wir recherchiert, wo Meetings besonders schlecht laufen. Wir wurden schließlich bei der CIA fündig: Die CIA (genauer: ihr Vorläufer OSS) hat auf 32 Seiten Tipps für Undercover-Agent:innen gesammelt, um unauffällig die Produktivität in feindlichen Organisationen zu sabotieren. Unser Fazit: Das ist verblüffend aktuell. Und für jeden Meetingraum gemacht. Deshalb gibt es die Tipps hier kostenlos zum Download (PDF) für alle Meeting-Warriors.
Auch nicht vorenthalten wollen wir euch, wie wir seitdem an unsere Meetings herangehen (wenn es überhaupt welche braucht). Wie Meetings, nur schneller und mit konkreten Ergebnissen:
Gesten als Short-Cut: Durch Gesten kann man Zustimmung und Ablehnung kommunizieren. So wird oft ein Konsens sichtbar und eine Diskussion hinfällig.
Hartes Time-Boxing: Mit visuellen Timern das Meeting auf 60 Minuten begrenzen. Nicht besprochene Agendapunkte fallen heraus und können beim nächsten Mal wieder auf die Agenda genommen werden.
Zum Teamtimer →
Kleinstmögliche Entscheidungsebene: Lieber die Idee, die Lösung oder den Vorschlag so lange verändern, dass das Team autark entscheiden kann, anstatt die Entscheidung auf übergeordnete Ebenen zu heben. #autarketeams
„Entscheidung / Feedback / Info“-Struktur: Jeder Agendapunkt wird im Vorfeld (!) einer der drei Kategorien Entscheidung, Feedback, Info zugeordnet. Nur Lösungsvorschläge kommen in die Kategorie Entscheidung, keine Probleme! Entscheidungen werden zuerst abgearbeitet, sodass unwichtigere Agendapunkte aus Feedback und Info im Zweifel am Ende übrig bleiben.
Harte Moderation: Jedes Meeting wird durch eine Moderation geführt. Die Moderation kann bei Diskussionen, die auszuufern drohen, Feedbackrunden vorschlagen. Hier dürfen alle nur einmal Feedback geben. So findet jede Diskussion ihr Ende!
Die „Warum nicht mal ausprobieren?“-Strategie: Wir alle kennen die Zukunft nicht und dementsprechend auch nicht die perfekte Lösung. Mit einfachen Experimenten starten, im Laufe der Zeit verfeinern.
Das „Ja“ als Standardantwort: Ein Lösungsvorschlag verdient es, ausprobiert zu werden. Nur wenn der Test selbst schon negative Auswirkungen hätte, wird die automatische Zustimmung noch einmal diskutiert.
„Ask for forgiveness, not permission“: Wir präferieren das Machen, anstatt sich erst lang und breit die Erlaubnis von jedermann und jederfrau zu holen. Heißt auch: Im Zweifel werden Fehler gemacht, aus denen wir aber sicherlich viel lernen, um es beim nächsten Mal besser zu machen.
Die acht Tipps kompakt zum Ausdrucken und Weitergeben ans Team.
PDF öffnen →Das Training für Meetings und Workshops, in denen Beteiligung entsteht und Entscheidungen fallen.
Zum Training →Wie Meetings mehr Beteiligung und Eigenverantwortung fördern, statt Zeit zu fressen.
Zum Artikel →Artikel der CIA zum Sabotage Manual · Zusammengestellt von Dark Horse (2018–2026) · Blogartikel: Meeting-Sabotage · Foto des Komitees: NASA, Public Domain